Videos: Es wird dagewesen sein

Zwei Bildschirme, gerahmt mit Holz. Auf einem Display erscheint eine junge Frau, nebenan ein junger Mann. Die Videos sind pixelig. Sind sie alt, oder ist es eine schlechte Internetverbindung? Handelt es sich hierbei um einen Chat? Interagieren die beiden miteinander? Oder können sie gar den Betrachter sehen?

Die Videos dauern drei Minuten. Aufgezeichnet wurden sie an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlicher Zeit. Die Videos sind nur Abbild der beiden Personen – sie wurden gebeten, drei Minuten in die Kamera zu starren. Gleichzeitig vermitteln sie eine Präsenz, eine Unmittelbarkeit. Wäre die Übertragung live, würde der Betrachter die beiden als Personen empfinden. Da es eine Aufnahme ist, verändert sich die Wahrnehmung: Die junge Frau und der junge Mann werden zu einer Kopie ihrer selbst. Es ist möglich, die Person neben das Video zu stellen.

Ist es also die Zeit, die über echt und unecht entscheidet, wenn Technologie und Mensch immer weiter verwachsen?

 

 

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