Passage de l’Opéra

Ich bin Nana, die Idee Zeit. Hast du, mein Lieber, jemals eine Lawine geliebt?

Ich spüre, wie der Boden bebt, und ich komme mir plötzlich wie ein Matrose an Bord eines verfallenen Schlosses vor. Alles deutet auf Verwüstung hin.

Denn du kennst nicht die unendliche Macht des Irrealen. Deine Einbildungskraft, mein Lieber, taugt mehr, als du dir einbildest.

Was wolltest du, mein Freund, an den Grenzen der Realität tun?

Louis Aragon, der Pariser Bauer, Paris 1926

Louis Aragon beschreibt in seinem Buch „Le paysan de Paris“ die Passage de l’Opéra. Noch während er seine Zeilen verfasst, ist diese Passage dem Untergang geweiht: Sie wird vernichtet. In Paris jagte Angelika Wienerroither dem Geist dieser Passage nach, deren Beschreibung zu einem zentralen Werk des Surrealismus wurde. Sie ließ sich treiben wie die Surrealisten damals und versuchte, sich durch Glasfronten, Gebäuden, Gestalt inspirieren zu lassen. Sie besuchte zudem zentrale Orte der Bewegung: Das Haus, in dem André Breton wohnte. Den Ort, an dem die erste Ausstellung stattfand. Und den Platz, an dem die Künstler ein Büro zur surrealistischen Forschung einrichteten.

Die 30-teilige Serie „Passage de l’Opéra“ entstand 2018. Die Fotografien sind analog mit einer Nikon F65 auf Ilford FP4-Film aufgenommen. Die Serie, samt Fotografien, Zitaten, Zeichnung, wurde in der Stadtgalerie Mozartplatz ausgestellt.

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